Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute Vormittag die neue Kampagne der SÜD-TIROLER FREIHEIT zur doppelten Staatsbürgerschaft vorgestellt. Die Idee einer österreichisch-italienischen Doppelstaatsbürgerschaft ist in Süd-Tirol sofort auf sehr große Zustimmung gestoßen. Alle deutschsprachigen Parteien haben sich eindeutig dafür ausgesprochen. Nun bedarf es aber konkreter Schritte zur Umsetzung. Seit Monaten bereitet die SÜD-TIROLER FREIHEIT schon eine groß angelegte Aktionsreihe zur doppelten Staatsbürgerschaft vor, die nicht nur in Süd-Tirol, sondern in ganz Österreich für Aufsehen sorgen wird.Mittels einer Bürgerinitiative, die im Nationalrat zur Behandlung kommen wird, soll die Bevölkerung und die Politik für das Thema doppelte Staatsbürgerschaft sensibilisiert und begeistert werden.
In den letzten Monaten hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT politische Gespräche mit Vertretern aller Parteien im Österreichischen Nationalrat, sowie mit Vertretern aller Parteien des Tiroler Landtages zu diesem Thema geführt. Dabei wurde ersichtlich, dass die Idee einer doppelten Staatsbürgerschaft grundsätzlich wohlwollend aufgenommen wird, es aber noch einiger Info
rmations- und Überzeugungsarbeit bedarf.
Sowohl von Seiten der Politik, als auch von der Bevölkerung tauchen immer wieder zwei Hauptfragen auf:
Wollen die Süd-Tiroler überhaupt eine doppelte Staatsbürgerschaft?
Unterstützen die Menschen in Österreich diesen Wunsch nach einer doppelten Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler?
Zur Beantwortung dieser Fragen und um dem Anliegen mehr Gewicht zu verleihen, startet die SÜD-TIROLER FREIHEIT eine Bürgerinitiative.
Bürgerinitiative für doppelte Staatsbürgerschaft:Mit einer Bürgerinitiative die von wenigstens 500 österreichischen Staatsbürgern ab dem 16. Lebensjahr unterzeichnet werden muss, kann dem Nationalrat ein Anliegen direkt unterbreitet werden. Die SÜD-TIROLR FREIHEIT wird daher eine solche Bürgerinitiative einreichen, mit der der Nationalrat aufgefordert wird, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass den Süd-Tirolern der Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft, im Sinne einer zweiten Staatsbürgerschaft ermöglicht wird.Plakataktion und Info-Broschüre:
Obgleich die Unterschriften der Süd-Tiroler formell nicht zählen, da sie ja noch keine österreichischen Staatsbürger sind, wird man auch in Süd-Tirol die notwendigen Unterschriften sammeln, um damit ein politisches Zeichen der Willensbekundung zu setzen. Durch die Sammlung der Unterschriften für diese Bürgerpetition kann somit bezeugt werden, dass die Süd-Tiroler an einer doppelten Staatsbürgerschaft interessiert sind und man in Österreich dieses Anliegen unterstützt.
Begleitet wird die Bürgerinitiative von einer Plakataktion, mit der Aufschrift„Für unser SÜD-TIROL die österreichische Staatsbürgerschaft“, sowie von einer gleichnamigen Info-Broschüre, mit der die Bürger über die Thematik doppelte Staatsbürgerschaft genau informiert werden. Durch die Plakate und die Info-Broschüre, die in Süd-Tirol und in ganz Österreich verteilt werden, soll die notwendige Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für die doppelte Staatsbürgerschaft erfolgen.
Veranstaltungen in ganz Österreich:
In den kommenden 3 Monaten, in denen Unterschriften für die Bürgerinitiative gesammelt werden, wird die SÜD-TIROLER FREIHEIT Informationsveranstaltungen in mehreren österreichischen Städten abhalten. Besonders in Nord-Tirol und in Wien hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT sehr viele Mitglieder und Sympathisanten, die nun aktiv in die Sammlung von Unterschriften und in die Organisation von Informationsveranstaltungen eingebunden werden.
Warum die doppelte Staatsbürgerschaft:
Die Süd-Tiroler sind eine Österreichische Minderheit, der gegen deren Willen die österreichische Staatsbürgerschaft genommen wurde. Mit der Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft könnten die Süd-Tiroler ihre kulturelle Identität festigen und gleichzeitig die Bindung ans Vaterland Österreich stärken. Die doppelte Staatsbürgerschaft wäre aber auch die beste Absicherung der Autonomie. Bisher hat Italien immer behauptet, dass Süd-Tirol ein rein inneritalienisches Anliegen sei, da die Süd-Tiroler ja Italiener sind. Wenn die Süd-Tiroler nun auch österreichische Staatsbürger wären, könnte Österreich somit auch international wesentlich besser die Rechte der Süd-Tiroler verteidigen.
Neben den politischen Gründen gibt es aber auch eine Reihe von praktischen Vorteilen (z.B. auf dem Arbeitsmarkt), zudem könnte auch das leidige Problem der Süd-Tiroler Sportler gelöst werden die bisher notgedrungen nur für Italien antreten müssen. Mit dem zusätzlichen Besitz der Österreichischen Staatsbürgerschaft könnte jeder Sportler selbst entscheiden, ob er lieber für Österreich, oder für Italien ins Rennen geht.
Die österreichisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft würde somit der heutigen Stellung Süd-Tirols als Brücke zwischen Nord und Süd im vereinten Europa entsprechen.
Vorbilder für doppelte Staatsbürgerschaft:
Eines der besten Vorbilder für die Handhabung doppelter Staatsbürgerschaften ist Italien. Seit 2006 haben alle Italiener die im Ausland leben und somit auch die italienischen Minderheiten in anderen Staaten (z.B. in den Gebieten um Istrien) die Möglichkeit die italienische Staatsbürgerschaft als doppelte Staatsbürgerschaft zu erwerben. Italien könnte also nichts gegen eine solch österreichisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler haben, da es diese ja selbst für die eigenen Minderheiten vorsieht.
In der EU haben fast alle Staaten, außer Luxemburg, Schweden und Spanien, in der einen oder anderen Form Regelungen, die ihren Bürgern eine doppelte Staatsbürgerschaft ermöglichen.
In Österreich gibt es heute schon doppelte Staatsbürgerschaften:
Auch in Österreich gibt es eine solch doppelte Staatsbürgerschaft bereits. Die Nachkommen der ehemaligen österreichischen Auswanderer von Dreizehnlinden in Brasilien, haben Mitte der 90er Jahre alle die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen. Die Auswanderer von 13 Linden waren so wie die Süd-Tiroler noch Bürger der 1. Republik, als sie das letzte Mal im Besitz einer österreichischen Staatsbürgerschaft waren. Da deren Nachkommen als Österreicher betrachtet wurden, gab man ihnen nun die doppelte Staatsbürgerschaft. Genau dasselbe könnte auch für die Süd-Tiroler zur Anwendung kommen.
Der beschließende Teil der Bürgerinitiative ist daher ganz bewusst nicht in Form eines einführenden Gesetzestextes formuliert, sondern nur sehr generell gehalten und vielmehr eine Aufforderung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass den Süd-Tirolern der Erwerb der Österreichischen Staatsbürgerschaft, im Sinne einer zweiten Staatsbürgerschaft ermöglicht wird.
So bleibt dem Nationalrat die Option offen, ob dies über eine Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes erfolgen soll, oder einfach über das bisherige Gesetzes aufgrund des Prinzips der Abstammung, so wie dies auch in Dreizehnlinden gehandhabt wurde.
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol
Veranstaltungen in ganz Österreich:
In den kommenden 3 Monaten, in denen Unterschriften für die Bürgerinitiative gesammelt werden, wird die SÜD-TIROLER FREIHEIT Informationsveranstaltungen in mehreren österreichischen Städten abhalten. Besonders in Nord-Tirol und in Wien hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT sehr viele Mitglieder und Sympathisanten, die nun aktiv in die Sammlung von Unterschriften und in die Organisation von Informationsveranstaltungen eingebunden werden.
Warum die doppelte Staatsbürgerschaft:
Die Süd-Tiroler sind eine Österreichische Minderheit, der gegen deren Willen die österreichische Staatsbürgerschaft genommen wurde. Mit der Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft könnten die Süd-Tiroler ihre kulturelle Identität festigen und gleichzeitig die Bindung ans Vaterland Österreich stärken. Die doppelte Staatsbürgerschaft wäre aber auch die beste Absicherung der Autonomie. Bisher hat Italien immer behauptet, dass Süd-Tirol ein rein inneritalienisches Anliegen sei, da die Süd-Tiroler ja Italiener sind. Wenn die Süd-Tiroler nun auch österreichische Staatsbürger wären, könnte Österreich somit auch international wesentlich besser die Rechte der Süd-Tiroler verteidigen.
Neben den politischen Gründen gibt es aber auch eine Reihe von praktischen Vorteilen (z.B. auf dem Arbeitsmarkt), zudem könnte auch das leidige Problem der Süd-Tiroler Sportler gelöst werden die bisher notgedrungen nur für Italien antreten müssen. Mit dem zusätzlichen Besitz der Österreichischen Staatsbürgerschaft könnte jeder Sportler selbst entscheiden, ob er lieber für Österreich, oder für Italien ins Rennen geht.
Die österreichisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft würde somit der heutigen Stellung Süd-Tirols als Brücke zwischen Nord und Süd im vereinten Europa entsprechen.
Vorbilder für doppelte Staatsbürgerschaft:
Eines der besten Vorbilder für die Handhabung doppelter Staatsbürgerschaften ist Italien. Seit 2006 haben alle Italiener die im Ausland leben und somit auch die italienischen Minderheiten in anderen Staaten (z.B. in den Gebieten um Istrien) die Möglichkeit die italienische Staatsbürgerschaft als doppelte Staatsbürgerschaft zu erwerben. Italien könnte also nichts gegen eine solch österreichisch-italienische Doppelstaatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler haben, da es diese ja selbst für die eigenen Minderheiten vorsieht.
In der EU haben fast alle Staaten, außer Luxemburg, Schweden und Spanien, in der einen oder anderen Form Regelungen, die ihren Bürgern eine doppelte Staatsbürgerschaft ermöglichen.
In Österreich gibt es heute schon doppelte Staatsbürgerschaften:
Auch in Österreich gibt es eine solch doppelte Staatsbürgerschaft bereits. Die Nachkommen der ehemaligen österreichischen Auswanderer von Dreizehnlinden in Brasilien, haben Mitte der 90er Jahre alle die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen. Die Auswanderer von 13 Linden waren so wie die Süd-Tiroler noch Bürger der 1. Republik, als sie das letzte Mal im Besitz einer österreichischen Staatsbürgerschaft waren. Da deren Nachkommen als Österreicher betrachtet wurden, gab man ihnen nun die doppelte Staatsbürgerschaft. Genau dasselbe könnte auch für die Süd-Tiroler zur Anwendung kommen.
Der beschließende Teil der Bürgerinitiative ist daher ganz bewusst nicht in Form eines einführenden Gesetzestextes formuliert, sondern nur sehr generell gehalten und vielmehr eine Aufforderung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass den Süd-Tirolern der Erwerb der Österreichischen Staatsbürgerschaft, im Sinne einer zweiten Staatsbürgerschaft ermöglicht wird.
So bleibt dem Nationalrat die Option offen, ob dies über eine Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes erfolgen soll, oder einfach über das bisherige Gesetzes aufgrund des Prinzips der Abstammung, so wie dies auch in Dreizehnlinden gehandhabt wurde.
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol
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